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Rechtliches

AGB

Allgemeine Geschäftsbedingungen für die Nutzung des Online-Marktplatzes cardTrade.

1. Vertragspartner und Geltungsbereich

Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen gelten für die Nutzung der Plattform cardTrade durch registrierte Nutzer. Betreiber der Plattform ist Fatih Özcan, handelnd unter cardTrade, Leipziger Str. 1, 40880 Ratingen, Deutschland, E-Mail: info@cardtrade.online.

cardTrade ist ein Online-Marktplatz für physische Trading Cards. Die Plattform ermöglicht insbesondere das Einstellen von Angeboten, den Kauf, Verkauf und Tausch von Karten, die Kommunikation zwischen Nutzern, Bewertungen sowie kostenpflichtige Plattformleistungen.

2. Vertragsverhältnisse und Rolle von cardTrade

Der Plattformnutzungsvertrag kommt zwischen dem Nutzer und cardTrade zustande.

Kaufverträge über auf cardTrade angebotene Karten kommen ausschließlich zwischen Käufer und Verkäufer zustande. Tauschverträge kommen ausschließlich zwischen den beteiligten Tauschpartnern zustande. cardTrade wird, soweit nicht ausdrücklich anders angegeben, nicht selbst Verkäufer oder Käufer der angebotenen Karten und ist nicht Vertragspartei dieser Kauf- oder Tauschverträge.

Die Zahlungsabwicklung erfolgt über die jeweils eingesetzten externen Zahlungsdienstleister, insbesondere Stripe und Stripe Connect.

3. Nutzerkonto, Angaben und Verkäuferstatus

Für die Nutzung wesentlicher Plattformfunktionen ist ein Nutzerkonto erforderlich. Nutzer müssen ihre Angaben vollständig, richtig und aktuell halten sowie ihre Zugangsdaten vor dem Zugriff Dritter schützen.

Verkäufer müssen ihren Status als privater oder gewerblicher Verkäufer wahrheitsgemäß angeben. Gewerbliche Verkäufer müssen die für ihren Verkauf erforderlichen gesetzlichen Informationen in ihrem Verkäuferprofil bereitstellen und aktuell halten. Die Verantwortung für die rechtliche Zulässigkeit des jeweiligen Verkaufs und die Erfüllung gesetzlicher Informations-, Verbraucher- und Steuerpflichten liegt beim Verkäufer.

4. Angebote und Listings

Verkäufer sind für Inhalt, Richtigkeit, Aktualität und Zulässigkeit ihrer Listings verantwortlich. Karten müssen tatsächlich verfügbar sein. Insbesondere sind Bezeichnung, Sprache, Edition, Zustand, Menge, besondere Eigenschaften, Preis und Versandinformationen zutreffend anzugeben.

Nicht authentische Karten, Fälschungen oder manipulierte Karten dürfen nicht als Original angeboten werden. Bilder dürfen nicht irreführend sein. Listings dürfen keine Rechte Dritter verletzen. Bereits verkaufte oder anderweitig nicht verfügbare Karten sind unverzüglich zu deaktivieren oder zu entfernen.

5. Kaufvertrag und Checkout

Ein aktives Listing stellt das Angebot des jeweiligen Verkäufers zum Abschluss eines Kaufvertrags über die dort beschriebenen Karten zu dem ausgewiesenen Preis und den ausgewiesenen Versandbedingungen dar. Vor dem Abschluss werden dem Käufer der fällige Betrag, der Verkäufer und eine ausdrückliche Bestätigungsfrage angezeigt.

Mit Betätigung der Schaltfläche „Zahlung bestätigen“ gibt der Käufer die verbindliche Annahmeerklärung zum Kauf ab. Der Kaufvertrag zwischen Käufer und Verkäufer kommt damit zustande. Die anschließende Zahlungsbestätigung und Zahlungsabwicklung ist hiervon zu unterscheiden; sie ist technische Voraussetzung für die weitere Ausführung und Erfassung der Bestellung auf der Plattform.

Enthält ein Warenkorb Karten unterschiedlicher Verkäufer, erstellt cardTrade getrennte Checkout-Vorgänge. Jeder Vorgang mit einem anderen Verkäufer bildet ein eigenes Kaufvertragsverhältnis.

6. Private und gewerbliche Verkäufer, Widerruf

Bei Verträgen mit privaten Verkäufern besteht grundsätzlich kein gesetzliches Verbraucher-Widerrufsrecht. Bei Käufen von gewerblichen Verkäufern können gesetzliche Verbraucherrechte einschließlich eines Widerrufsrechts bestehen. Gesetzliche Rechte der Vertragsparteien werden durch diese AGB nicht eingeschränkt.

Ergänzende Hinweise finden sich auf der Widerrufsseite. Gewerbliche Verkäufer sind für die gegenüber ihren Käufern erforderliche Widerrufsbelehrung und weitere gesetzliche Informationen selbst verantwortlich.

7. Zahlungen und Zahlungsdienstleister

cardTrade ist kein Kreditinstitut, keine Bank und kein eigenständiger Treuhand- oder Escrow-Dienstleister. Die Zahlungsabwicklung erfolgt über Stripe beziehungsweise Stripe Connect nach dem jeweils eingesetzten und von Stripe unterstützten Zahlungsablauf. cardTrade verwahrt Kundengelder nicht eigenständig auf einem CardTrade-eigenen Bank- oder Treuhandkonto.

Verkäufer können für den Empfang von Auszahlungen ein Stripe-Connect-Konto benötigen. Die Einrichtung kann Identitäts-, Händler- oder sonstige Prüfungen erfordern. Nutzer müssen hierfür korrekte und vollständige Angaben machen. Zahlungs- und Auszahlungsprozesse hängen von den Prüfungen, Bedingungen und technischen Anforderungen des Zahlungsdienstleisters ab.

Vollständige Kartennummern, CVC und vollständige Bankdaten werden nicht als cardTrade-Datenbankkopie gespeichert. Es wird weder eine verlängerte Kartenautorisierung noch eine eigenständige Verwahrung oder dauerhafte Blockierung von Geldbeträgen zugesagt.

8. Gebühren, Preise und freiwillige Stornierungen

Für kostenpflichtige Plattformleistungen und Transaktionen gelten die bei der jeweiligen Buchung oder Zahlung ausgewiesenen Beträge sowie die aktuelle Preisliste. Die dort ausgewiesene Tauschgebühr wird für jeden Tauschpartner getrennt berechnet. Versandkosten und Ausgleichszahlungen sind keine Tauschgebühr.

Gesetzliche Rechte, insbesondere gesetzliche Widerrufs-, Rücktritts- und Gewährleistungsrechte, bleiben unberührt. Eine freiwillige Stornierung über eine bereitgestellte Plattformfunktion kann nur nach den dort angezeigten Status- und Zahlungsregeln erfolgen. Eine gegebenenfalls anfallende Stornogebühr und der Zahlungsablauf werden vor der Bestätigung angezeigt. Nach bestätigtem Versand ist eine freiwillige Stornierung über die Plattform grundsätzlich nicht mehr verfügbar.

9. Tauschvertrag und Tauschablauf

Ein Nutzer kann eine Tauschanfrage stellen; der angefragte Nutzer kann diese annehmen oder ablehnen. Die Annahme aktiviert den Tauschraum und erlaubt beiden Tauschpartnern, die für den Tausch vorgesehenen Karten zusammenzustellen. Sie ist noch kein Abschluss des Tauschvertrags.

Der Tauschvertrag wird verbindlich, sobald beide Tauschpartner im aktiven Tauschraum den Handschlag bestätigen. Mit der ersten Handschlagbestätigung können die Karten im Tauschraum nicht mehr geändert werden. cardTrade stellt hierfür die technische Infrastruktur und den Abwicklungsprozess bereit, wird aber nicht selbst Tauschpartner.

10. Kaution, Tauschgebühr, Versand und Ausgleichszahlung

Nach beidseitigem Handschlag kann der Tauschablauf von beiden Tauschpartnern die Zahlung eines rückerstattbaren Sicherheitsbetrags vorsehen. Dieser dient als ergänzender Mechanismus zur Absicherung der ordnungsgemäßen Durchführung des physischen Tauschs. Der Sicherheitsbetrag ist von der CardTrade- Tauschgebühr, den Versandkosten und einer gegebenenfalls vereinbarten Ausgleichszahlung getrennt zu betrachten. Die Zahlungsabwicklung erfolgt über Stripe beziehungsweise Stripe Connect.

Vor der Tauschzahlung werden die für den jeweiligen Teilnehmer maßgeblichen Positionen angezeigt: Sicherheitsbetrag, CardTrade-Tauschgebühr, Versandkosten für den Tauschpartner und, soweit vereinbart, eine Ausgleichszahlung. Die Tauschgebühr ist das Entgelt für die Nutzung beziehungsweise Abwicklung der CardTrade-Plattform. Versandkosten werden als separate Kostenposition behandelt; die konkrete Zuordnung richtet sich nach dem im Tauschablauf angezeigten Versandmodell.

Übersteigt der dokumentierte Wert der Karten einer Seite den Wert der Karten der anderen Seite, zahlt der Tauschpartner mit dem niedrigeren Kartenwert die Differenz als Ausgleichszahlung. Diese dient ausschließlich dem Wertausgleich zwischen den Tauschpartnern und ist von Sicherheitsbetrag, CardTrade-Tauschgebühr und Versandkosten getrennt. Der Betrag wird im Tauschraum aus den hinterlegten Kartenwerten berechnet und in die Zahlungsabwicklung einbezogen.

11. Versand und erfolgreicher Tausch

Nach der beidseitigen Zahlung werden die Versandadressen für die Tauschpartner freigegeben. Jeder Tauschpartner ist verpflichtet, die vereinbarten Karten an die im Tauschraum angezeigte Adresse zu versenden, die gewählte Versandart einzuhalten und den Versand in der Plattform zu bestätigen. Bei Versand mit Tracking ist eine Trackingnummer erforderlich; bei Briefversand ohne Tracking ist keine Trackingnummer vorgesehen.

Für falsche oder unvollständige Adressangaben ist der jeweils verantwortliche Nutzer zuständig. Versandprobleme sind unverzüglich über die Plattform zu melden. Eine konkrete Versandfrist wird durch diese AGB nicht festgelegt, solange sie nicht im jeweiligen Tauschablauf verbindlich angezeigt wird.

Ein Tausch gilt im System als erfolgreich abgeschlossen, wenn beide Tauschpartner den Versand, den Erhalt und die Qualität der erhaltenen Karten bestätigt haben und kein offener Streitfall besteht. Danach können gemäß dem Zahlungsmodell die rückerstattbaren Sicherheitsbeträge erstattet sowie Versand- und Ausgleichszahlungen als separate Zahlungsbestandteile abgewickelt werden. Die CardTrade-Tauschgebühren bleiben von der Rückerstattung des Sicherheitsbetrags getrennt.

12. Abbruch, Probleme und Streitfälle

Ein Tausch kann vor bestätigtem Versand über die Plattform abgebrochen werden, insbesondere wenn eine Zahlung nicht erfolgt, ein Nutzer nicht reagiert, beide Tauschpartner sich einigen, ein technischer Zahlungsfehler vorliegt, Stripe eine Zahlung oder Auszahlung ablehnt oder ein Betrugsverdacht besteht. Die jeweils angezeigten Zahlungs- und Rückabwicklungsregeln bleiben maßgeblich. Eine pauschale Einbehaltung von Sicherheitsbeträgen wird durch diese AGB nicht begründet.

Probleme, etwa nicht versendete oder nicht angekommene Karten, eine Trackingmeldung über die Zustellung, Verlust einer Sendung, falsche Karten, falsche Editionen, erhebliche Zustandsabweichungen, fehlende Karten, Fälschungen, Manipulationen oder nicht offengelegte Beschädigungen, sind über die vorgesehenen Streitfallfunktionen zu melden. Beide Beteiligten müssen angemessen mitwirken und können insbesondere zur Vorlage von Einlieferungsbelegen, Trackinginformationen, Fotos, Kommunikationsverläufen und weiteren relevanten Nachweisen aufgefordert werden.

Während eines Streitfalls können Zahlungen, Auszahlungen oder einzelne Plattformfunktionen im technisch und rechtlich zulässigen Umfang vorübergehend eingeschränkt werden. cardTrade trifft dabei ausschließlich Entscheidungen im Rahmen der Plattform- und Zahlungsregeln und beansprucht keine gerichtliche oder behördliche Entscheidungsbefugnis. Gesetzliche Ansprüche der Tausch- oder Kaufvertragsparteien bleiben unberührt.

13. Kommunikation und Bewertungen

Untersagt sind Spam, Beleidigungen, Drohungen, Belästigungen, Betrug, Phishing, manipulierte Zahlungsaufforderungen, die Veröffentlichung fremder personenbezogener Daten sowie sonstige rechtswidrige Inhalte. Kommunikation kann im erforderlichen Umfang für Support, Moderation, Betrugsprävention und Streitfälle verarbeitet werden; Näheres regelt die Datenschutzerklärung.

Bewertungen müssen auf tatsächlichen Transaktionen oder Erfahrungen beruhen. Untersagt sind insbesondere falsche Bewertungen, Bewertungsmanipulation, Gegenleistungen für unzutreffende Bewertungen sowie beleidigende oder rechtswidrige Bewertungsinhalte. cardTrade kann unzulässige Bewertungen entfernen.

14. Maßnahmen bei Verstößen, Sperren und Kündigung

Bei konkreten Anhaltspunkten für Betrug oder Betrugsversuche, Fälschungen, Identitätstäuschung, falsche Händlerangaben, Zahlungsbetrug, wiederholte Nichterfüllung von Transaktionen, Bewertungsmanipulation, Missbrauch von Streitfällen, Umgehung einer Sperre, schwere oder wiederholte AGB-Verstöße oder gesetzliche Anforderungen kann cardTrade nach pflichtgemäßem Ermessen einzelne Listings entfernen, Funktionen einschränken, Konten vorübergehend oder dauerhaft sperren oder den Plattformnutzungsvertrag kündigen.

Bereits laufende Kauf- und Tauschvorgänge sollen trotz einer Sperre geordnet abgewickelt oder, soweit erforderlich, nach den verfügbaren Zahlungs- und Streitfallregeln rückabgewickelt werden.

15. Haftung

cardTrade haftet uneingeschränkt bei Vorsatz und grober Fahrlässigkeit, bei Verletzung von Leben, Körper oder Gesundheit sowie nach zwingenden gesetzlichen Vorschriften. Bei leicht fahrlässiger Verletzung wesentlicher Vertragspflichten ist die Haftung auf den vertragstypischen, vorhersehbaren Schaden begrenzt. Im Übrigen ist die Haftung für leichte Fahrlässigkeit ausgeschlossen.

cardTrade ist grundsätzlich nicht Vertragspartei der zwischen Nutzern geschlossenen Kauf- und Tauschverträge und haftet deshalb nicht automatisch für Pflichtverletzungen eines Nutzers. Zwingende gesetzliche Haftung von cardTrade bleibt unberührt.

16. Datenschutz

Die Verarbeitung personenbezogener Daten richtet sich nach der Datenschutzerklärung. Diese umfasst insbesondere die Verarbeitung im Zusammenhang mit Stripe und Stripe Connect, STRATO, Push- Benachrichtigungen, Kommunikation, Streitfällen, Uploads und der Dokumentation von Einwilligungen. cardTrade gibt personenbezogene Daten nicht für fremde Werbeprofile weiter.

17. Abonnements

Für CardTrade Professional und CardTrade Business gilt ergänzend der CardTrade-Abonnementvertrag einschließlich Widerrufsbelehrung. Preise, Laufzeit, Abrechnung, Tarifwechsel und Kündigung richten sich ausschließlich nach diesem Vertrag und den dort ausgewiesenen Bedingungen.

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18. Änderungen dieser AGB

cardTrade kann diese AGB aus sachlichen Gründen, insbesondere bei Änderungen der Rechtslage, der Rechtsprechung, der technischen Plattformfunktionen oder zur Beseitigung nachträglich entstandener Lücken, für die Zukunft ändern. Nutzer werden vor Inkrafttreten in angemessener Form über Inhalt, Zeitpunkt und Folgen informiert. Soweit eine Zustimmung gesetzlich erforderlich ist, werden die Änderungen nur mit dieser Zustimmung wirksam. Individuelle Vereinbarungen und bereits begründete Rechte bleiben unberührt.

19. Schlussbestimmungen

Es gilt deutsches Recht unter Ausschluss des UN-Kaufrechts. Gegenüber Verbrauchern gilt diese Rechtswahl nur, soweit dadurch zwingende Schutzvorschriften des Staates des gewöhnlichen Aufenthalts nicht entzogen werden. Sollte eine Bestimmung unwirksam sein oder werden, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen unberührt; an ihre Stelle tritt die gesetzliche Regelung.

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